Archive for May, 2007

Go Workshop an der ETH

Wednesday, May 23rd, 2007

Workshop an der ETH

Seit Christoph Abt Anfang der 90er im schweizer Fernsehen in einer Sonntagssendung aufgetreten ist, haben wir vom Go Club Zürich praktisch keine Öffentlichkeitsarbeit mehr gemacht. Sicher haben wir mal da und dort Projekte unterstützt (z.bsp. Ursula und Roger haben einen Go-Kurs in einem Heim schwererziehbaren Kindern gemacht), aber so richtig Puplizität haben wir erst wieder mit dieser Ausstellung und dem Vortrag an der ETH bekommen.

Der Saal gut gefüllt, mehrere Helfer vom Go Club (9 erfahrene Go Spieler vom Go Club Zürich!) standen überall Rede und Antwort. Vor allem das Auszählen war ein sehr verbreitete Unsicherheit, denn so nach dem ersten Spiel war sich wohl kaum ein Teilnehmer ganz sicher wie man das ganze nun genau auszählt und ob es denn tatsächlich auch schon fertig sei!?

Etwas knapp waren die 1½ Stunden, die ich noch am Anfang mit einem ½-stündigen Vortrag über die Geschichte des Spiel verkürzt habe. Für mich war die Art mit Caputring-Go oder Gosteine-Fangis oder eben Atari-Go sehr spannend und interessant anzusehen. Josef hat es sehr lebenig vorgestellt und so wie ich das gesehen habe ist das Publikum auch gut damit zurecht gekommen. Zuerst wurde mit dem Ziel gespielt einen Stein zu fangen, dann nachdem man das verstanden hatte, kamen zwei und nachher drei Steine dran, jedesmal mit der Konsequenz, dass neue Besonderheiten oder Regeln erklärt werden konnten (Treppe, Ko-Regel, Snap-back etc.). Ein Seki ist soviel ich mitbekommen habe nirgends entstanden.

Eine sehr wichtige Sache fand ich den Kreuzschlag, den die Spieler am Anfang in die Mitte des Brett legen mussten, damit sich auch echt was tut auf dem Brett und nicht jeder einfach in seiner Ecke einen Stein neben den anderen legt.

Lorenz

kreuzschlag

Wednesday, May 23rd, 2007

sgc 2007

Die Schweizer Meisterschaften nähern sich, es wird sicher ein riesiges Spektakel mit vielen spannenden Partien!

http://goclubsh.ch/sgc 

Vorträge Alles ist Spiel

Monday, May 7th, 2007

Goban and er Ausstellugn *Alles ist Spiel*

Die Ausstellung wurde heute eröffnet. Vor einem grossen gemischten Publikum haben Dr. George Szpiro und Prof Jürg Nievergelt ihre Vorträge gehalten. Szpiro zum Thema Wahrheit oder Genauigkeit im Journalismus, im besonderen Fall dem des Wissenschaftsjournalismus und noch besondereren Fall dem des Journalismus über Mathematik. Einige schöne Anekdoten wie es eben den einen nicht passt sobald jemand auch kritisch über ihr Hobby Mathematik berichtet und ein andermal wie Szpiro eben vielleicht zu oberflächlich und unwissenschaftlich dem “normalen” Zeitungspublikum mathematische Sensationen präsentiert.

Jürg Nievergelt hat einen, wie aus dem Titel schon zu erraten war, sehr interessanten Vortag über die Beschaffenheit der Computerprogrammierung respektive der künstlichen Intelligenz in der Spieleprogrammierung gemacht. In vielen Computerspielen gibt es computergesteuerte Gegner und vor allem in den strategischen Spielen beklagen sich die Spieler häufig über die Dummheit der Computergegner. Nur z. Bsp. im Schach scheint es auf den ersten Blick, dass der Computer als Gegner genau eben solche Fehler nicht macht und er ebenbürtig ist mit jedem menschlichen Gegner. Welch ein Irrtum! Nur weil eine Maschine sehr stark spielt, heisst das noch lange nicht, dass sie auch klug spielt z. bsp. wüsste was sie tut, denn aus Millionen von durchgerechneten Partien am Ende die besten auszusieben anhand wenigen einfach Prinzipien ist alles andere als intelligent, sondern einfach nur “fleissig”. Kurz: Die Artificial Intelligence ist noch lange nicht auf dem Niveau wie die menschliche, auch wenn es im Schach scheinbar gelungen ist den Menschen zu überwinden.

Nievergelt hat dann noch den linearen Zusammenhang zwischen Knotentiefe und Spielstärke der Schachprogramme erklärt, d.h. je mehr Knoten (Plies, Verzweigungen) ein Programm rechnet umso stärker ist es. Wenn ich richtig aufgepasst habe sind die Schachprogramme jetzt bei 9 Verzweigungen tief und da ist es schon ziemlich hart als Mensch mitzuhalten, überhaupt mit einer bestimmten Sicherheit soweit richtig vorauszurechnen. Bevor ich noch mehr Ungenauigkeiten (Unwahrheiten?!) erzähle schaut euch am besten die ersten 10 Minuten des Vortrages selbst an.

Da ich immer ein Auge auf die Go Programmierung habe weiss ich, dass im Go eben gerade diese Knotentiefe sehr schwierig zu erreichen ist. Neuerdings gehen die Programmierer ja auch andere Wege mit der Monte Carlo Methode, das ist zwar auch so was ähnliches mit einem Baum, wo alles nach Möglichkeit durchgerechnet wird, aber es ist weniger umfassend, soviel ich verstanden habe geht es im Monte Carlo mehr darum einfach mal den Computer spielen zu lassen und zwar nicht immer alle Möglichkeiten sondern mehr einfach nur die sinnvollen Spiele, ähm vllt habe ich es auch noch nicht recht verstanden wie das geht!? Hier meine Partie gegen das Monte Carlo Programm, heisst Mogobot und spielt auf KGS als 4 Kyu: betterlife - mogobot.

Lorenz

Alles ist Spiel! Unterhaltungsmathematik in historischer Perspektive

Thursday, May 3rd, 2007

Alles ist Spiel - Workshop

Unter diesem Titel läuft diesen Sommer eine Ausstellung und eine Vortragsreihe in der Bibliothek der ETH.

Dank der Vermittlung durch Adrian ist der Go-Club eingeladen mit einem Vortrag/Workshop daran teilzunehmen. Die Ausstellung ist seit heute eröffnet, wer im Stock H (oberster Stock Hauptgebäude) der ETH in die Leseräume schlendert kommt unweigerlich an einem Goban vorbei auf dem eine eben erst gespielte Partie aufliegt.

Am 7ten Mai gibts eine Vernissage an der Prof. Jürg Nievergelt einen Vortrag über Mensch und Computer im Spiel - Wenn zwei dasselbe tun, dann ist es nicht dasselbe hält und am 21ten Mai werden Josef und ich (Lorenz) einen Workshop mit dem langen Titel Faszinierend einfach, schwierig zu meistern: Praktische Einführung in das Go-Spiel mit historischem und kulturellem Überblick leiten. Der Workshop hat nicht nur zum Ziel, dass die Teilnehmer die Regeln des Spiels kennenlernen, sondern auch schon etwas spielen können. Darum haben wir uns entschlossen das ganze spielerisch den Leuten auch beizubringen nämlich aufbauend mit Atari-Go. Wer noch nie Atari-Go gespielt hat kann das auf der Webseite von Sorin mal etwas ausprobieren Play Capture-Go (Atari-Go) Online. Sorin hat übrigens auch einen sehr lesenswerten Blog www.361points.com/blog/.

Ein kleine Übersicht über alle Vorträge gibts hier: Rahmenprogramm